Kurz nachdem der russische Milliardär Roman Abramowitsch vor etwa einem Jahrzehnt das Château de la Croë auf der exklusiven Halbinsel Cap d'Antibes in Südfrankreich gekauft hat, klopfte der Fiskus an. Laut den französischen Behörden habe er das Feriendomizil unterbewertet und in den Jahren 2006 und 2007 nicht genügend Vermögenssteuer gezahlt. Die Steuerbehörde schätzte das 75.000 Quadratmeter große Anwesen mit einer Wohnfläche von über 2.400 Quadratmetern auf etwa 41.000 Euro pro Quadratmeter und legte dabei Verkäufe in der Nachbarschaft in ähnlicher Größenordnung in diesem Zeitraum zugrunde.

Seitdem hat Abramowitsch verschiedene Wege ausprobiert, um die von den Behörden festgelegte Steuerforderung von 1,2 Millionen Euro zu umgehen. Sein letzter Versuch, der auch eine Beschwerde enthielt, dass ihm die neuen Steuerunterlagen nicht persönlich ausgehändigt wurden, wurde am 26. September vom obersten französischen Gericht zurückgewiesen. (mb/Bloomberg)