Deutschlands Schuldenabbau schreitet weiter voran. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen Ende September mit 1.929,8 Milliarden Euro in der Kreide. Das waren 2,3 Prozent oder 45,0 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor, wie "Spiegel online" unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet. Der Staat profitiere dabei von der guten Konjunktur mit steigender Beschäftigung, wodurch Steuer- und Beitragsaufkommen zulegen. Zudem entlasten niedrige Zinsen auf der Kostenseite. Laut Berechnungen der Bundesbank wird die Staatsverschuldung Ende dieses Jahres erstmals seit 2002 unter die Marke von 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sinken, die im EU-Stabilitätspakt als Obergrenze festgelegt ist.