Die deutschen Genossenschaftsbanken haben Ende Dezember angesichts der Coronakrise rund 5,4 Milliarden Euro an Kreditzahlungen von Kunden gestundet. Das teilte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag (12.01.) mit. Er rechnet zudem mit einem starken Anstieg der Insolvenzen. Von den Stundungen, die weniger als ein Prozent des gesamten Kreditvolumens bei Genossenschaftsbanken ausmachen, sind den Angaben zufolge rund 35.000 Konten betroffen. Die Kreditbestände seien aber zu 96 Prozent mit "werthaltigen Immobilien" besichert. "In unseren Schätzungen gehen wir davon aus, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2021 in Deutschland um 20 bis 30 Prozent steigen könnte, auch wenn sich dies in den Bilanzen unserer Banken zum Jahresende kaum zeigt", erklärte BVR-Präsidentin Marija Kolak.