Zahl des Tages: 73 %
Die Schweiz hat die Verfügbarkeit von Bargeld in ihrer Verfassung verankert. In einer Volksabstimmung stimmten mehr als 73 Prozent der Bürger einem entsprechenden Vorschlag der Regierung zu. Ein weitergehender Vorstoß der Gruppe "Freiheitliche Bewegung Schweiz" fand dagegen nur 45,6 Prozent Zustimmung. Die Wahlbeteiligung lag bei etwas über 55 Prozent. Die Abstimmung gilt als seltenes Stimmungsbild zur Bedeutung von Bargeld, da Bürger direkt dazu befragt wurden – und nicht nur ihr Zahlungsverhalten analysiert wurde.
Dabei ist die Nutzung von Bargeld in der Schweiz in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Vor zwei Jahren wurden nur noch rund 30 Prozent aller Transaktionen bar abgewickelt, weniger als ein Jahrzehnt zuvor waren es noch etwa 70 Prozent. Gleichzeitig bleibt Bargeld im Land populär. Während der Phase negativer Zinsen, die 2022 endete, hoben viele Sparer größere Summen von ihren Konten ab und lagerten sie als Banknoten. Im Durchschnitt bewahrt jeder Einwohner rund 9.200 Euro zu Hause auf – der höchste Wert unter den von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich erfassten Volkswirtschaften.















