Deutsche Unternehmen horten mit 688 Milliarden Euro derzeit so viel Liquidität wie noch nie. Doch das Geld schmilzt dahin, denn es wird auf den Bankkonten unter Einberechnung der Inflation mit durchschnittlich minus 4,6 Prozent verzinst, wie Daten der internationalen Kanzlei Freshfields zeigen, die dem "Handelsblatt" vorliegen. Aufs Jahr gerechnet summieren sich alleine die Strafzinsen auf rekordhohe 734 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür ist ein durchschnittlicher Zinssatz für Bankeinlagen von minus 0,11 Prozent. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 erzielten die Unternehmen noch 11,55 Milliarden Euro an Guthabenzinsen.