Trauriger Rekord: Die deutsche Finanzaufsicht Bafin musste im laufenden Jahr bereits 86 Mal förmlich gegen Betreiber unerlaubter Finanzdienstleitungen einschreiten – so oft wie noch nie in einem Kalenderjahr, wie die Behörde in der Dezember-Ausgabe ihres Journals schreibt. Zumeist haben diese Anbieter auf die Aufforderung der Bafin reagiert und ihre illegalen Geschäftstätigkeiten eingestellt und abgewickelt. Wenn das nicht fruchtet, hat die Behörde aber auch andere Möglichkeiten im Köcher, um die Gesellschaften zu stoppen. Dazu zählen etwa Vor-Ort-Prüfungen der Bücher in Anwesenheit der Betroffen. Wie oft dies 2018 geschah, schreibt die Behörde nicht. 2016 rückten die Beamten aber 17 Mal für Besuche vor Ort aus, zudem gab es 34 förmliche "Auskunfts- und Vorlegungsersuchen", die das "mildeste" rechtliche Mittel der Behörde sind. (jb)