Für Reiseversicherungen, die über sogenannte Annexvertriebe wie Online-Buchungsportale vermittelt werden, fließen oft hohe Provisionen. Das zeigt eine Auswertung der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA, die mehr als 200 Reiseversicherer aus 29 Ländern befragt hat. Im Schnitt fließen über alle Vertriebswege hinweg 24 Prozent der Prämie als Provision an den Vermittler, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) unter Verweis auf die Studie. In Einzelfällen liege der Satz jedoch bei stolzen 94 Prozent. Kritisch beäugt die Behörde vor allem die Partnerschaften zwischen Versicherern und Online-Reiseportalen. Dort stehe oft nicht die Qualität des Produktes im Vordergrund, sondern die Provision. Etwa 40 Prozent der Anbieter würden diesen Vertrieben mehr als 50 Prozent der Prämie bezahlen, 14 Prozent sogar über 70 Prozent. Die Aufseher würden die Versicherer drängen, solche hohen Provisionen zu überdenken, berichtet die SZ, denn solche Zahlungen stünden nicht im Einklang mit der EU-Vertriebsrichtlinie IDD.