Die deutsche Bundesregierung strebt für 2021 die Aufnahme neuer Schulden im Umfang von 96,2 Milliarden Euro an, um Europas größter Volkswirtschaft den Weg aus der schweren Rezession zu bahnen, die durch die Coronavirus-Pandemie verursacht wurde. Die Regierungskoalition in Berlin hat im März ihre langjährige Politik des ausgeglichenen Haushalts aufgegeben und sich für dieses Jahr auf eine Rekord-Neuverschuldung von rund 218 Milliarden Euro geeinigt. Die verfassungsrechtlichen Beschränkungen für die Kreditaufnahme des Bundes werden 2021 für ein zweites Jahr ausgesetzt, um Finanzminister Olaf Scholz Flexibilität beim Mitteleinsatz zu ermöglichen. Ab 2022 will die Regierung die Neuverschuldung drastisch reduzieren und innerhalb der vorgeschriebenen Schuldengrenzen bleiben.