Angebot. Die UDI Energie 14 GmbH & Co. KG bietet Nachrangdarlehen an. Die Gelder sollen direkt oder über Zwischengesellschaften an Projektgesellschaften fließen, die erneuerbare Energieprojekte umsetzen, Wärmenetze, energieeffiziente Immobilien errichten oder einschlägige Servicegesellschaften finanzieren. Investitionsstandorte sind Deutschland oder andere EU-Länder. Die Projekte stehen noch nicht fest. UDI will 15 Millionen Euro platzieren, mindestens 3 Millionen Euro, maximal 20 Millionen Euro. Die Darlehen müssen über mindestens 3.000 Euro lauten – das ist der einzige Unterschied zum Vorgängermodell 13. Ein Agio wird nicht erhoben. Anleger erzielen Einkünfte aus Kapitalvermögen. Die Darlehensgeber können ihren Darlehensvertrag zum 30. Juni 2021, 30. Juni 2023, im Anschluss jährlich zum 30. Juni jeden Jahres kündigen, mit einer Frist von jeweils einem Jahr. Die Darlehen laufen längstens bis zum 30. Juni 2031. UDI kann die die Darlehensverträge nach Ablauf von zwei Jahren jederzeit beenden.

Historie. Die im April 2018 gegründete UDI Energie Festzins 14 GmbH & Co. KG ist Darlehensnehmer und Emittent. Alleingesellschafter ihres Komplementärs ist Georg Hetz. Er ist Gründer der 1998 entstandenen UDI-Unternehmensgruppe, die heute 65 Mitarbeiter beschäftigt. UDI konzipiert Finanzanlagen, primär im Segment Erneuerbare Energien, sie übernimmt auch die kaufmännische Betriebsführung der Anlagen. Mit Georg Hetz in seinen Funktionen als Gesellschafter und Geschäftsführer diverser UDI-Unternehmen besteht ein Schlüsselpersonenrisiko. Zweite Schlüsselperson ist Stefan Keller als geschäftsführender Alleingesellschafter des Emittenten und seit August 2018 alleiniger Geschäftsführer der UDI Beratungsgesellschaft und der UDI Festzins Verwaltungs GmbH. Voraussichtlich wird er auch Geschäftsführer und mehrheitlicher Gesellschafter der Projektgesellschaften, was zu Interessenkonflikten führen kann. Ein Mittelverwendungskontrolleur wurde nicht bestellt.
Von 2007 bis Ende Juni 2018 hat UDI 24 derzeit noch laufende Vermögensanlagen emittiert mit einem platzierten Kapital von insgesamt 198 Millionen Euro. Davon konnten 13 ihre prognostizierten Auszahlungen erreichen. 8 blieben unter Plan, wobei die Abweichungen zwischen 5 und 11 Prozentpunkten lagen. Für 3 Vermögensanlagen waren bislang keine Zahlungen vorgesehen. Weitere 14 UDI-Vermögensanlagen mit einem Kapital von insgesamt 73,2 Millionen Euro wurden bereits wieder aufgelöst. Die Zins- und Tilgungszahlungen erfolgten laut UDI pünktlich und vollständig.

Nachrangdarlehen. Die Darlehen der Anleger sind unbesichert und nachrangig gegenüber anderen Gläubigern des Emittenten.
Auf die Darlehensbeträge sollen jährlich: bis Mitte 2024 4,00 Prozent, bis Mitte 2028 5,00 Prozent, bis Mitte 2030 6,00 Prozent, bis Mitte 2031 6,5 Prozent Zinsen entrichtet werden. Die Zinsleistungen sollen die Projektgesellschaften jährlich erwirtschaften. Die Darlehen sind endfällig und werden nach ihrem Ablauf durch Kündigung oder spätestens zum 30. Juni 2031 getilgt. Die Tilgungsbeträge sollen aus dem Verkauf von Projekten und der Ablösung der vom Emittenten an die Projektgesellschaften gewährten Darlehen stammen.

Verwendung der Darlehensbeträge. Der Emittent begibt zweckgebundene Nachrangdarlehen an Projektgesellschaften. Es ist auch möglich, dass der Kapitalfluss über Zwischengesellschaften erfolgt.
Die Anforderungen an die erneuerbaren Energieprojekte entsprechen denen des Festzins 12 und 13. So müssen beispielsweise die Energieanlagen von renommierten Herstellern stammen, Ertragsgutachten vorliegen, die Grundstücksrechte gesichert sein. Für Biogasablagen bedarf es langfristiger Substratlieferungsverträge und der Verwendung von Mist und Gülle. Es können auch Servicegesellschaften finanziert werden, die für andere Projektgesellschaften Dienstleistungen wie das Beschaffen von Ersatzteilen und Substraten erbringen. Derzeit sollen mehrere Projekte zur Auswahl stehen.

Finanzierung. Der Emittent nimmt keine Bankdarlehen auf. Die Projektgesellschaften können sich jedoch zu rund 50 Prozent aus Bankdarlehen finanzieren.
9,5 Prozent des Nachrangdarlehensbetrags sind Nebenkosten des Emittenten.
0,55 Prozent des Darlehensbetrags fallen durchschnittlich jährlich für laufende Nebenkosten des Emittenten an. Hinzu kommen die Nebenkosten der Projekt- und Zwischengesellschaften.

Rückfluss. Reinvestitionen sind laut UDI möglich. Gewähren Darlehensgeber zum 1. Juli 2018 ihr Nachrangdarlehen, so sollen sie während der 13 Jahre Laufzeit insgesamt 146 Prozent ihres Darlehensbetrags nach Steuern zurückerhalten und eine IRR-Rendite von 3,5 Prozent jährlich nach Steuern erzielen.

fondstelegramm-Meinung. Abgesehen von der niedrigeren Mindestbeteiligung bietet der Energie Festzins 14 keine Änderungen gegenüber seinem Vorgänger, zumindest nicht in der Konzeption, denn mit welchen Projekten die Vermögensanlage letztendlich bestückt wird, steht noch nicht fest. Die aktuelle Leistungsübersicht des Anbieters überzeugt für die bereits aufgelösten Vermögensanlagen, Zins- und Tilgungsleistungen wurden plangemäß bedient. Bei den laufenden Vermögensanlagen liegt ein Drittel unter den Planzinsen, hier muss sich zeigen, ob die Laufzeit die kleinen Wunden heilt.

Zuverlässiger Anbieter, breiter Projektmix ist möglich – trotzdem wäre ein kleiner Hinweis interessant gewesen, auf welchen Asset-Klassen der Fokus liegt.