Nach der Bekanntgabe eines ersten Zwischenergebnisses der Tests eines Covid-19-Impfstoffs von Biontech und Pfizer schoss der Aktienkurs des Mainzer Impfstoffentwicklers am gestrigen Montag (9.11.) in die Höhe. Der Impfstoff erwies sich in der laufenden Phase-3-Studie zu mehr als 90 Prozent als wirksamer Schutz gegen Corona, heißt es in einer Mitteilung.

Investoren in Wagniskapitalfonds von MIG können sich darüber besonders freuen: Die MIG-Fonds 7, 8 und 9 haben kürzlich ein weiteres Paket ihrer Biontech-Aktien verkauft. Damit können sie eine Auszahlung an die Anleger in Höhe von 150 Millionen Euro leisten. Anleger des MIG-Fonds 7 konnten damit ihren Einsatz ungefähr verdreifachen, Anleger des MIG-Fonds 9 konnten ihn etwa verdoppeln. Die Unterschiede sind auf die unterschiedlich großen Anteile zurückzuführen, die Biontech-Aktien am Beteiligungsportfolio der Fonds ausmachen. Der MIG Fonds 8 ist als Ratensparer konzipiert und insofern mit den beiden anderen Fonds nicht vergleichbar. Hier führte der Verkauf weiterer Aktien des Impfstoffentwicklers zu einem auszahlungsfähigen Betrag von rund 36 Millionen Euro bei einem Fondsvolumen von 66 Millionen Euro, das jedoch erst zu rund 70 Prozent eingezahlt ist.

Fonds haben noch die Hälfte ihrer Biontech-Aktien
Aus den drei Fonds wurden jeweils gleichgroße Anteile ihrer Biontech-Aktienpakete veräußert, nämlich jeweils ungefähr die Hälfte. Bei weiterhin positivem Verlauf der Impfstoffzulassung und seiner Vermarktung wird es folglich weitere imposante Auszahlungen geben. Außerdem haben die Fonds noch zwischen vier und sieben weitere Beteiligungsunternehmen im Portfolio.

Die MIG-Fonds investierten erstmals 2008 in Biontech, im Oktober vergangenen Jahres ging das Biotech-Unternehmen an die Börse. Seit im April die sechsmonatige Lockup-Periode auslief schnürten die entsprechend beteiligten Fonds bisher zwei Veräußerungspakete.