In den vergangenen rund zwei Jahren dominierte die Verkäuferposition die weltweiten Containermärkte. Entsprechend fokussierte Buss Capital darauf, Assets aus den von ihr betreuten Investments rauszudrehen. Inzwischen trat der Markt in einen neuen Zyklus und Buss wechselte wieder von der Verkäufer- auf die Käuferseite – und hat eine Containeranleihe begeben.

Im Gegensatz zum Schiffemarkt hat der Containermarkt sehr viel kürzere und weniger stark ausgeprägte Zyklen. Anders als bei Schiffen lässt sich die Produktion neuer Container recht flexibel an die gerade gegebene Bedarfssituation anpassen. "Angebot und Nachfrage können sich dadurch sehr schnell wieder ins Gleichgewicht bringen", sagt Marc Nagel, Geschäftsführer von Buss Capital Invest im FONDS professionell-Interview. Auch in der Coronapandemie haben sich die Containermärkte als vergleichsweise robust erwiesen.

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Für Buss steht bei der Kalkulation ihrer Investments die Überlegung Pate, dass sie so realistisch fundiert sein muss, dass sich ein Abverkauf auch für die Gegenseite noch rechnen kann. "Wenn wir unsere Assets an einen Externen verkaufen wollen, dann wird der genau dieselbe Kalkulation anstellen wie wir", sagt Nagel. Müsse man jedoch einen Mondpreis aufrufen, um noch in die Gewinnzone zu kommen, ergänzt der Container-Spezialist, dann käme es eben einfach nicht zu der gewünschten Transaktion. "Mit einer 'Wünsch dir was'-Kalkulation wird man scheitern", bringt Nagel die Sache auf den Punkt.

Bei der Anleihe handelt es sich um eine Namenschuldverschreibung. Ihr Volumen ist zunächst mit zehn Millionen angesetzt, bei entsprechender Nachfrage, kann es erhöht werden. Je nach Einzahlungszeitungpunkt beträgt die Laufzeit zweiweinhalb bis dreieinhalb Jahre. Anlegern wird eine Festverzinsung in Höhe von vier Prozent pro Jahr vor Kapitalertragsteuer in Aussicht gestellt.


Über Details der Vermögensanlage und ihr Zusammenspiel mit den Besonderheiten der weltweiten Containermärkte diskutierten wir mit Marc Nagel, Geschäftsführer von Buss Capital Invest – in voller Länge nachzulesen in der neuen Ausgabe 4/2020 von FONDS professionell ab Seite 180. Angemeldete Leser finden den Artikel auch hier im E-Magazin.