Das Adlon soll verkauft werden
Das Nobelhotel am Brandenburger Tor in Berlin gehört einer Fondsgesellschaft des Initiators Fundus. Rund 4.000 Gesellschafter sollen aktuell einem Verkaufsbeschluss zustimmen.
Anleger des Fundus-Fonds 31 wurden kürzlich eingeladen, einen Gesellschafterbeschluss über den Verkauf ihrer Immobilie, dem Hotel Adlon am Pariser Platz in Berlin, zu fassen, schreibt als erste die "Immobilien Zeitung". Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hat der Fonds ab 1994 Anlegerkapital akquiriert, zusammengekommen waren rund 220 Millionen Euro. Von den zusätzlich aufgenommenen etwa 135 Millionen Euro Fremdkapital lasten noch etwa 110 Millionen auf den Büchern der Fondsgesellschaft.
Bei Zeichnung seien viele Anleger um die 50 Jahre alt gewesen, zitiert die "Immobilien Zeitung" aus dem Gesellschafterschreiben, wenn jetzt immer mehr Anleger altersbedingt von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen würden, könne das den Fonds in Liquiditätsschwierigkeiten bringen. Entsprechend sei der freie Verkauf "Deutschland berühmtesten Hotels" die beste Lösung für die Anleger, begründe Initiator Anno August Jagdfeld von Fundus.
Jagdfeld bekäme Erfolgsprämie, Anlegerergebnis bliebe mau
Als Mindestverkaufspreis schlägt die Fondsgeschäftsführung 280 Millionen vor, damit würde sie in ein strukturiertes Bieterverfahren einsteigen. Das würde, zitiert die "Immobilien Zeitung" aus dem Anlegerschreiben, "nach Kosten und Fremdkapital 80 Prozent der nominalen Kapitaleinlage" entsprechen. Würde der Mindestpreis übertroffen werden, würde Jagdfeld bereits eine Erfolgsprämie zustehen, oberhalb eines Erlöses von 310 Millionen Euro in Höhe von 20 Prozent, schreibt die "Immobilien Zeitung". Anleger der ersten Stunde haben bis Ende 2025 43 Prozent ihres Kapitals ausgezahlt bekommen. (tw)
















