Der Klimavest, ein ELTIF der Commerz Real, der aktuell vor allem in Wind- und Solarkraftwerke sowie in Energienetze investiert, stellt zum 1. September auf das ELTIF 2.0-Regime um. Gemäß der Verordnung, die 2024 in Kraft trat, hätte die Commerz Real gemäß des sogenannten Grandfatherings noch bis zum Jahr 2029 Zeit gehabt, den Fonds umzumodeln oder abzuwickeln. "Es war uns aber von Anfang an klar, dass wir den größten ELTIF am Markt nicht einstellen, sondern dass wir ihn früher oder später umstellen werden", sagt Dirk Drews, Verkaufsleiter bei der Commerz Real, im Gespräch mit FONDS professionell ONLINE.

Bestandsinvestoren behalten Liquiditätsvorteil
Durch die Umstellung des Klimavest auf die ELTIF-Regulierung 2.0 kommt es zu einer Reihe von Veränderungen. Die wichtigste ist, dass die Mindestanlagesumme von 10.000 Euro wegfällt und Anleger keinen Nachweis mehr führen müssen, dass sie über mindestens 100.000 Euro frei verfügbares Vermögen verfügen. Dafür gilt für Zeichnungen ab dem 1. September eine einjährige Kündigungsfrist. Bisher konnten Klimavest-Investoren Anteile bis zu 500.000 Euro täglich ohne jede Frist andienen. Oberhalb dieses Betrags galt eine einjährige Kündigungsfrist. Für die Altanleger und für die, die noch bis zum 31. August Anteile am Klimavest zeichnen, wird das auch weiterhin gelten.

Technisch hat Commerz Real die Umstellung durch die Etablierung einer zweiten Anteilsklasse gelöst. Bis zum 31. August kann nur die erste (WKN: KLV100), ab dem 1. September nur die zweite (WKN: KLV200) gezeichnet werden. Die erste wird bestehen bleiben und im Maße eventueller Rückgaben im Laufe der Jahre abschmelzen. Gezeichnet werden kann künftig nur noch die zweite. "Es bleibt aber derselbe Fonds, es wird keine zwei Fonds geben. Es ist ein Fonds mit zwei Anteilsklassen", stellt Drews klar. (tw)