Die Geschäftsführung des geschlossenen Immobilienfonds "DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II" teilt mit Schreiben von Mittwoch (12.8.) ihren Anlegern mit, dass sie sich verpflichtet sieht, einen Insolvenzantrag für die Fondsgesellschaft zu stellen.

Geschäftsführung identifiziert Insolvenztatbestand
Das Objekt, eine Labor- und Büroimmobilie in Boston, sei zwar 2024 fertiggestellt worden, es sei aber seither weder eine Vermietung noch ein Verkauf und auch keine Verlängerung der bestehenden Fremdfinanzierung möglich gewesen. Einem potenziellen Käufer war es seinerseits nicht gelungen, eine Finanzierung verlässlich darzustellen.

Am Donnerstag (13.8.) läuft die Frist eines Stillhalteabkommens mit der finanzierenden Bank ab. Die Geschäftsführung hat daraufhin einen "Insolvenztatbestand identifiziert" und sieht die Notwendigkeit, einen entsprechenden Insolvenzantrag zu stellen, wie es im Anlegerschreiben, das FONDS professionell vorliegt, heißt.

Voraussichtlich wird ein vollständiger Verlust der Beteiligung eintreten
"Nach derzeitigem Kenntnisstand ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung erheblich nachteilig auf den wirtschaftlichen Wert des Investmentfonds auswirkt und diese Entwicklung voraussichtlich zu einem vollständigen wirtschaftlichen Verlust der Beteiligung führen wird", schreiben die beiden Fondsgeschäftsführer Stefanie Watzl und Florian Delitz ihren rund 1.200 Anlegern, die 2021 insgesamt 58 Millionen US-Dollar in diesen Fonds investiert haben.

"Unabhängig vom Ausgang des Insolvenzverfahrens sollten betroffene Anleger prüfen lassen, ob ihnen eigene Schadensersatzansprüche zustehen", empfiehlt Fachanwalt Peter Hahn von Hahn Rechtsanwälte. (tw)