Der Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe Deutsche Lichtmiete (DLM) hat mit dem Restrukturierer One Square einen Kaufvertrag geschlossen. Damit sei das operative Geschäft der DLM gesichert und die Gläubiger würden im Hinblick auf eine erzielbare Quote bessergestellt werden, heißt es in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters Rüdiger Weiß. Über den Kaufpreis schweigen sich die Vertragsparteien aus.

Vorausgegangen war eine entsprechende Abstimmung und Befürwortung des Verkaufs an One Square durch die Gläubigerausschüsse. Ein alternatives Konzept für eine Auffanglösung, das der Interimsvorstand Gert Sieger vorgestellt hatte, fand keine weitere Berücksichtigung.

RIVA-Struktur
Frank Günther, Managing Partner bei One Square, verweist auf von ihm bereits durchgeführte Auffanglösungen, bei denen die von One Square entwickelte RIVA-Struktur zum Tragen gekommen sei. RIVA steht für Rescue Investment Vehicle Alternative. Der Kern des Konzepts besteht darin, den Interessenkonflikt, in dem ein sogenannter doppelnütziger Treuhänder steht, abzumildern.

Der doppelnützige Treuhänder, ein durchaus etabliertes Sanierungskonzept, ist "Diener zweier Herren", nämlich der Gläubiger und der Gesellschafter. Die RIVA-Struktur sieht hingegen den vollständigen Eigentumsübergang auf eine Auffanggesellschaft vor, das ist hier die als Tochtergesellschaft der One Square neu gegründete DLM Deutsche Leuchtmittel GmbH. "Ich sehe nun gute Chancen, dass das Lichtmiete-Geschäftsmodell weiter am Markt Bestand haben kann", sagt Weiß. (tw)