Der Sachwertanbieter Dr. Peters hat für zwei Flugzeuge vom Typ Airbus A380 Verlängerungen der Leasingverträge und anschließende Kaufoptionen mit der Fluggesellschaft Emirates ausgehandelt. Die Maschinen werden über die beiden Flugzeugfonds "Flight Invest 50" und "Flight Invest 51" bewirtschaftetet, die das Emissionshaus Hannover Leasing 2012 beziehungsweise 2014 aufgelegt hat und für die Dr. Peters vor vier Jahren das Asset Management übernahm.

Für den A380 des Fonds "Flight Invest 49", der zusammen mit den beiden anderen A380-Fonds ins Management durch Dr. Peters wechselte, haben sich die Anleger für eine andere Verwertungsstrategie entschieden. Der Leasingnehmer Singapore Airlines hatte die Maschine seit Corona außer Dienst gesetzt. Der Fonds nahm die Maschine bereits 2023 zurück, vereinnahmte die restlichen Leasingraten bis Sommer 2025 und verkaufte die Triebwerke an Singapore Airlines. Die restlichen Teile des A380 wurden Ende letzten Jahres an ein australisches Unternehmen verkauft.

Auch die positiven Ergebnisse bleiben hinter den einst geweckten Erwartungen zurück
Die Anleger der Flight-Invest-Fonds werden nach Angaben von Dr. Peters einen Gesamtmittelrückfluss zwischen 125 und 150 Prozent erzielen. Das sind angesichts der problematischen Entwicklung der Luftfahrtmärkte seit Corona und der wirtschaftlich insgesamt enttäuschenden Entwicklung des A380 anerkennenswerte Ergebnisse.

Hinter den durch die jeweiligen Verkaufsprospekte und Sales-Storys geweckten Erwartungen blieben jedoch alle A380-Flugzeugfonds deutlich zurück (siehe auch die Analyse Flugzeugfonds: Was sie versprachen – und was sie hielten). Das schlechteste Ergebnis fuhr der "A380 Singapore Airlines" von Lloyd Fonds ein. Nach Verkauf der Maschine im Jahr 2023 konnte der Fonds einen Gesamtmittelrückfluss von gerade einmal 67 Prozent darstellen. Das bisher beste Gesamtergebnis erzielte mit 170 Prozent der "Sky Cloud III" von Hansa Treuhand, der allerdings laut Prospektprognose auf einen Gesamtmittelrückfluss von 270 Prozent kommen wollte. (tw)