Das Schifffahrtsunternehmen Ernst Russ, das nach Übernahme des Fondsanbieters HCI seine Immobiliengeschäfte in der Tochtergesellschaft Assetando gebündelt hat, fokussiert wieder allein auf das Segment Shipping und trennt sich von der Immobiliensparte. Die Assentando und weitere Gesellschaften des Bereichs Fonds- und Asset-Managements Immobilien verkauft Ernst Russ an die Deutsche Fonds Holding. Die DFH gehört zum Zech-Konzern, die ihrerseits nach der Schifffahrtskrise mit der Gründung der Reederei Zeaborn ins Shipping-Geschäft eingestiegen ist.

Assetando hat ein Immobilienvermögen von knapp einer Milliarde Euro im Management. Gemäß Unternehmensangaben werden derzeit 29 Objekte an deutschlandweit 17 Standorten betreut. Das von der DFH verwaltete Fondsvermögen steigt durch diesen Deal auf rund 3,5 Milliarden Euro.

Verschiedene Strategien ergänzen sich
Durch die "Transformation der Konzernstruktur", sagt Ernst-Russ-Vorstand Robert Gärtner, "werden wir aus gestärkter Position unsere Strategie im Segment Shipping fortsetzen und uns auf die Steigerung des Shareholder Value konzentrieren." Während Erst Russ die strategische Konzentration auf ein Asset verfolgt, geht es der DFH um die Erweiterung ihres Dienstleistungsspektrums: "Wir wollen mit der Übernahme das Segment Asset- und Fondsmanagement weiter ausbauen. Dabei konzentrieren wir uns nicht nur auf Portfolios aus dem Bereich der geschlossenen Fonds, sondern bieten unsere Leistungen auch nationalen und internationalen Investoren, Banken und institutionellen Bestandshaltern an", sagt Nicolas Schuster, Geschäftsführer der DFH.

Über die Einzelheiten der Transaktion schweigen sich die Parteien gemäß getroffener Vereinbarung aus. (tw)