Die manifeste Absatzkrise der offenen Immobilienfonds ist noch nicht ausgestanden. Trotzdem gibt es vereinzelt Lichtblicke in der Branche. Die Deka, Fondsmanager der Sparkassen-Finanzgruppe, meldet überraschend ein Umsatzplus. Nach eigenen Angaben verzeichneten die Retail-Immobilienfonds im vergangenen Jahr Nettomittelzuflüsse in Höhe von rund 90 Millionen Euro. Ein Wermutstropfen bleibt: Bei den Immobilienfonds für institutionelle Anleger zogen die Investoren netto rund 105 Millionen Euro ab. 

Auch zum Jahresstart 2026 war die Nettovertriebsleistung im Privatkundengeschäft der Deka zufolge positiv. Im Monat Januar lagen die Nettomittelzuflüsse bei den Privatanleger-Immobilienfonds bei rund 240 Millionen Euro. Die Retailfonds der Deka kommen zusammen auf ein Fondsvolumen von rund 40 Milliarden Euro.

Immer eine positive Rendite
"Der positive Nettoabsatz 2025 und die hohe Wiederanlagequote im Januar 2026 belegen: Die Anleger vertrauen dem Fondsmanagement der Deka", erklärt Matthias Danne, Asset-Management-Vorstand des Unternehmens, in einer Pressemitteilung. Schließlich hätten die Fonds der Deka bisher immer eine positive Rendite erwirtschaftet.

Der Gesamtmarkt kämpft unterdessen noch mit den Anlegern, die sich aus Immobilienfonds zurückziehen. Nach Angaben von Barkow Consulting beliefen sich die Nettomittelabflüsse im vergangenen November auf 597 Millionen Euro. Ein kleiner, aber schwacher Trost für die Branche: Im Juli 2025 lagen die Nettomittelabflüsse bei 889 Millionen Euro, dem schlechtesten Wert seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008. Allerdings summieren sich die Abflüsse von Januar bis November 2025 auf 13,4 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt erstmals über den Ergebnissen der großen Krise in den Jahren 2005 bis 2008. (ae)