Anfang dieses Jahres ist eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft getreten. Zwar orientierte sich der Gesetzgeber an den Zielen, die auf der UN-Klimakonferenz 2015 formuliert wurden. "Aber wie die Pariser Klimaziele konkret umgesetzt werden sollen, das wird auf Basis dieser Novelle nicht klar", bedauert Thorsten Eitle, Vorstand des schwäbischen Solarfonds-Initiators HEP.

Denn um die Etappenziele hinsichtlich der Reduktion von CO2-Emissionen bis 2035 zu erreichen, müssten in Deutschland Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von fünf Gigawatt jedes Jahr neu installiert werden. "Wenn sich alle Marktteilnehmer nach dem EEG richten, wird das nicht gelingen", sagt Eitle. Immerhin jedoch setzt auch die Novelle fort, was mit der Einführung des EEG im Jahr 2000 etabliert wurde: Es ist ein gesetzlicher Rahmen, der betriebswirtschaftliche Planungen ermöglicht und juristische Sicherheit gibt.

Der Energiemix in Deutschland wird immer ökologischer
Mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms wird inzwischen aus erneuerbaren Energien gewonnen. Die Gestehungskosten für Ökostrom liegen deutlich unter denen für Energie aus fossilen oder atomaren Quellen, wenn man Aufwendungen für den Rückbau der Anlagen und Folgekosten mit einbezieht.

Weil die im EEG festgelegten Vergütungssätze mit der jeder weiteren Novelle immer weiter reduziert wurden, hat es sich im Laufe der Jahre etabliert, mit Energieversorgern längerfristige Stromabnahme-Verträge zu schließen, so genannte Power Purchase Agreements (PPA).

Regulierung ermöglicht Impact-Fonds
Das EEG ist indes nicht der einzige Regulierungsrahmen, der für HEP relevant ist. Weil es sich um einen Alternativen Investmentfonds handelt, muss der Vertrieb von HEP-Fonds gemäß Offenlegungsverordnung darlegen, inwieweit die Angebote nachhaltig sind. Hier ist Eitle voller Zuversicht: "Für die HEP wird sich perspektivisch vieles verbessern: Wir haben nun mal ein Impact-Produkt par excellence." (tw)


Neben aktuellen Regulierungsfragen sprach FONDS professionell mit Thorsten Eitle auch über die Situation in den Zielmärkten USA und Japan, über Details seines neuen Publikum-Solarfonds und über die Gemeinsamkeiten, die Triathlon und Solarenergie aufweisen. Das ausführliche Interview finden Sie in der aktuellen Ausgabe 1/2021 ab Seite 208, angemeldete Nutzer können es auch hier im E-Magazin nachlesen.