Das am Zweitmarkt für Beteiligungsfonds gehandelte Volumen, ermittelte die Handelsplattform Deutsche Zweitmarkt, hat im ersten Quartal 2021 gegenüber den vorausgegangenen drei Monaten um mehr als ein Fünftel auf 85 Millionen Euro Nominalkapital zugelegt. Der Löwenanteil davon entfällt mit 61 Millionen Euro auf die Assetklasse Immobilien. Dafür wurden rund 59 Millionen Euro bezahlt, was zu einem durchschnittlichen Handelskurs für gebrauchte Immobilienfonds von knapp 97 Prozent führt. Im vierten Quartal 2020 lag der durchschnittliche Handelskurs für Immobilienfonds noch bei knapp 80 Prozent.


Unter "Sonstige Fonds" fallen in erster Linie Beteiligungen an Kraftwerken erneuerbarer Energien. Hier stieg zwar ebenfalls das gehandelte Nominalkapital. Die dafür gezahlten Preise sind jedoch gegenüber dem Vorquartal ein wenig gesunken. Private Equity-, Flugzeug- und Portfoliofonds sowie Fonds, die ihrerseits auf Zweitmärkten Lebensversicherungen gekauft und ihre Ansprüche auf die Ablaufleistung gepoolt haben, spielen auf dem Zweitmarkt zurzeit keine nennenswerte Rolle. Einen Deal mit einem Anteil Private Equity Fonds MIG 7 erwähnt die Deutsche Zweitmarkt dann aber doch gesondert: Im März erzielte der Fonds, der unter anderem in den Impfstoffhersteller Biontech investiert ist, einen Kurs von 216,5 Prozent.

Schiffe auf Nordkurs 
Bei Schiffsfonds ist das gehandelte Volumen leicht zurückgegangen. Dafür sind die Kaufpreise von 31,3 Prozent in vierten Quartal 2020 auf aktuell 34,6 gestiegen. "Die Nachfrage ist insbesondere im Bereich der Containerschiffe hoch, da aufgrund deutlich gestiegener Charterraten teilweise langfristige Charterverträge geschlossen werden konnten", erläutert Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt. "Wir verzeichnen in diesem Bereich eine deutliche Zunahme an Kaufaufträgen." (tw)