Vor einem Jahr legte Schroders zusammen mit der Gothaer Versicherung den offenen Immobilien-Publikumsfonds "Schroders Immobilienwerte Deutschland" auf und hat inzwischen drei Objekte angebunden. Seine Investitionsstrategie basiert auf drei Säulen: Die Immobilien sind alle in Deutschland belegen, sie genügen den Nachhaltigkeitskriterien gemäß Artikel 8 der Offenlegungsverordnung und sie geben eine Antwort auf die "Herausforderung Corona".

Drei Säulen des Investitionskonzepts
Der auf Deutschland beschränkte Investitionsfokus scheint zunächst kein Alleinstellungsmerkmal zu sein. Schaut man sich indes das Portfolio der offenen Immobilienfonds "Uniimmo Deutschland" von Union Investment oder "Grundbesitz Fokus Deutschland" von der DWS an, stellt man fest, dass die zwar einen deutschen Investitionsfokus im Namen führen, aber europaweit investiert sind. Andere offene Immobilienfonds, die "Deutschland" im Namen führen, investieren ausschließlich in Wohnimmobilien oder Nahversorgungsobjekte.

Von denen unterscheidet sich der "Schroders Immobilienwerte Deutschland" durch eine strenge Orientierung an ESG-Kriterien bei der Objektauswahl. Die Fondsimmobilien müssen über einen Energieausweis verfügen, der mindestens ein "C" aufweist und den Anforderungen ökologischer Zertifizierungsstandards wie etwa BREEAM oder DGNB genügen. "Außerdem achten wir auch auf eine soziale Nutzung der Immobilien", sagt Niels Heetmeyer, Portfoliomanager des Schroders Immobilienwerte Deutschland. "Wenn mehr als 50 Prozent der Fläche für Pflege oder Bildung genutzt werden oder es sich um geförderten Wohnraum handelt, dann ist auch das soziale Kriterium einerseits erfüllt und andererseits leicht zu verstehen." (tw)


Das vollständige Gespräch mit Nils Heetmeyer lesen Sie in Ausgabe 1/2022 von FONDS professionell ab Seite 214 oder hier im E-Magazin (Anmeldung erforderlich).