Der US-Finanzinvestor Blackstone nimmt den europäischen Immobilienmarkt ins Visier. Für sein Unternehmen könnten die nächsten 18 Monate hier sehr interessant sein, sagte James Seppala, Chef der Real-Estate-Sparte Europa bei Blackstone, im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Und das, obwohl Investoren derzeit vorsichtiger seien, was Anlagen in Immobilien in Europa angehe.

In der Tat sprächen berechtigte Gründe dafür, zurückhaltend zu agieren, räumte Seppala ein. "Das Zinsumfeld hat sich verändert, und das makroökonomische Bild ist herausfordernd – natürlich auch aufgrund der Tatsache, dass in Europa Krieg herrscht", erklärte er. Nichtsdestotrotz setze Blackstone, einer der großen privaten Immobilienkäufer, im wichtigen europäischen Markt weiterhin auf Wachstum. Schließlich seien die Fundamentaldaten von Immobilien in verschiedenen Sektoren so stark wie nie zuvor. "Ich bin mir also nicht sicher, dass wir auf den Immobilienmärkten einen Wertverlust erleben werden", so Seppala.

Optimismus in schwierigem Umfeld
Blackstone halte vor allem vier Felder nach wie vor für interessant. Hinsichtlich Logistik-, Mehrfamilien-, Life-Science- und hochwertigen Büroimmobilien ist Seppala trotz des schwierigen Umfelds optimistisch gestimmt. "Wir konzentrieren uns sehr darauf, unsere Investitionen in diesen Sektoren in den nächsten 18 Monaten zu erhöhen", sagte er dem "Handelsblatt". (am)