Insolventer Deutsche-Finance-Fonds: Bekannter Verwalter übernimmt
Vor drei Wochen informierte die Fondsgeschäftsführung des "DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II" ihre Anleger, dass ein Gang zum Insolvenzverwalter unvermeidlich sei. Jetzt ist es amtlich.
Das Münchener Amtsgericht hat am Mittwoch (2.9.) auf Antrag der Fondsgeschäftsführung das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen des "DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II" eröffnet und Rechtsanwalt Michael Jaffé zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt (Az.: 1542 IN 3086/26).
Am 12. August hatte die Deutsche Finance in einem Anlegerschreiben den Schritt bereits angekündigt. Weil für das einzige Objekt, an dem der Fonds über eine mehrstöckige Eigentümerstruktur beteiligt ist, weder ein Mieter noch ein Käufer gefunden wurde, der Vertrag mit der finanzierenden Bank jedoch ausgelaufen ist, geht die Immobilie ins Eigentum der finanzierenden Bank über. Die Deutsche Finance selbst beurteilt die Sache pessimistisch: "Aus heutiger Sicht ist daher nicht mehr davon auszugehen, dass den Anlegern noch nennenswerte Auszahlungen aus dem Investment in den IF 17 zufließen können", schreiben die Fondsgeschäftsführer Stefanie Watzl und Florian Delitz.
P&R-Geschädigte haben mit Insolvenzverwalter gute Erfahrungen gemacht
Insolvenzverwalter Michael Jaffé ist Zehntausenden Anlegern als Verwalter der insolventen P&R-Gesellschaften bekannt. Bisher hat er seine dortige Aufgabe gut und im Sinne der Anleger erledigt. Auf seiner Informationsseite zum Stand der Dinge bei P&R kündigt Jaffé an, dass eine fünfte Abschlagszahlung "voraussichtlich Ende 2026" erfolgen werde. (tw)














