Der Sachwertanbieter BVT meldet die erfolgreiche Auflösung eines Infrastrukturfonds. 1995 wurde zur Finanzierung mehrerer kommunaler Kläranlagen in und um Zwickau eine öffentlich-private Partnerschaft geschlossen (ÖPP). Für die Privatanleger ergab sich in der Gesamtschau ein Anlageerfolg von 10,2 Prozent pro Jahr.

Weil die Kassen der Kommunen auch damals schon den Investitionsbedarf bei weitem nicht decken konnten, entwickelte BVT zusammen mit einer Bank eine Finanzierungsstruktur, "die der öffentlichen Hand zum Teil sogar günstigere Konditionen bot als klassische Kommunalkredite", sagt Hubertus Päffgen, Geschäftsführer im Bereich Energie und Umwelt der BVT, "das hat sich sowohl für die Anleger als auch für die Kommunen gelohnt".

Zugrunde liegende Struktur heute nicht mehr möglich
Das damalige Gesamtinvestitionsvolumen von umgerechnet 88 Millionen Euro wurde zu 33 Millionen Euro über den BVT-Fonds mitfinanziert. Es wurden drei Kläranlagen erworben und betrieben. Nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Laufzeit sind die Anlagen ins Eigentum der Kommunen übergegangen. "Aufgrund einer Gesetzesänderung entfiel Ende der 1990er Jahre die Grundlage dieser Strukturierungsmöglichkeit", schmälert BVT die Hoffnung auf ein fortlaufendes Erfolgsmodell. (tw)