Der Wohninvestmentmarkt im ersten Quartal 2020 erfreut sich großen Transaktionsvolumens. Knapp 80.000 Wohneinheiten zu einem Preis von fast zehn Milliarden Euro wechselten während der ersten drei Monate dieses Jahres ihre Besitzer. Nur 2015 lag ein Quartalsergebnis schon mal höher. Allerdings entfallen 62 Prozent des Volumen auf einen einzelnen Deal: Die israelische Ado Properties hat die Adler Real Estate übernommen und mit ihr 58.100 Wohn- und Gewerbeeinheiten im Wert von sechs Milliarden Euro.

"Neben der zweitgrößten Transaktion, dem Ankauf von 2.900 Einheiten der ZBI durch Ares Management, einem börsennotierten amerikanischen Vermögensverwalter, prägten allerdings Engagements im kleinen bis mittleren Segment mit bis zu maximal 800 Wohneinheiten das Marktgeschehen", ergänzt Konstantin Kortmann, beim Immobiliendienstleister JLL für Wohninvestments zuständig.

Verschiebungen aufseiten der Investoren
Nicht zuletzt durch die Beteiligung internationaler Investoren an diesen beiden marktbestimmenden Deals ist deren marktweiter Anteil auf 69 Prozent gestiegen. Der Fünfjahresschnitt liegt bei 23 Prozent.

Auch der Anteil institutioneller Investoren könnte zunehmen, schätzt JLL. "Denn insbesondere Wohnimmobilien, die aufgrund ihrer sehr stabilen Cashflows als sehr defensive Assetklasse gelten, passen damit zum Risikoprofil dieser Investorengruppe." (tw)