Die Ratingagentur Scope stellt einen rund zehnprozentigen Rückgang bei den Neuinvestitionen der von ihr regelmäßig untersuchten 17 offenen Immobilienfonds fest. Im vergangenen Jahr gab es für 7,2 Milliarden Euro Neuzugänge in den Portfolios der Fonds, ein Jahr zuvor waren es noch acht Milliarden.

Zurückzuführen sei das, so Scope, auf die geringeren Nettomittelzuflüsse. Sie sind von 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 4,7 Milliarden im vergangenen Jahr zurückgegangen. "Dass die Investitionen nicht in gleichem Maße abgenommen haben wie die Zuflüsse, weist auf eine ungebrochen hohe Dynamik bei den Ankäufen hin", erklären die Analysten von Scope.

Deutschland ist weiterhin bevorzugtes Investitionsziel
Bei 23 Prozent der Ankäufe offener Immobilienfonds handelte es sich um deutsche Bestandsobjekte. Einmal mehr erweist sich Deutschland als das beliebteste Investitionsziel, wenn auch mit rückläufiger Tendenz (Vorjahr: 36 Prozent). Demgegenüber haben US-Immobilien ihren Anteil an den Neuerwerbungen massiv von fünf auf 18 Prozent steigern können.

Was die Nutzungsarten betrifft, machen Büroimmobilien nach wie vor und mit 70 Prozent auch mit viel Abstand den größten Anteil der Neuerwerbungen aus. Auf den nachfolgenden Plätzen kam es jedoch zu interessanten Verschiebungen: Mit jeweils rund elf Prozent des Ankaufbudgets wurden Wohn- und Logistikimmobilien erworben. Beide Segmente haben sich in den vergangenen zwei Jahren nicht nur als krisenresistent erwiesen, sondern haben an Attraktivität enorm zugelegt. Hotels und Einzelhandelsimmobilien sind auf den Einkaufslisten der Portfoliomanager allenfalls noch ganz am Ende zu finden. (tw)