Patrizia hat Ergebnisse für das erste Halbjahr 2020 vorgelegt. Das operative Ergebnis der börsennotierten Immobilien-AG beträgt 74,1 Millionen Euro. Gegenüber dem Ergebnis im Vergleichszeitraum des Vorjahrs mit 79,0 Millionen Euro ist das zwar ein leichter Rückgang. Patrizia führt jedoch Sondereffekte aus leistungsabhängigen Gebühren als Argument an, die das Halbjahresergebnis besonders beeinflusst hätten. Der Umsatz im ersten Halbjahr dieses Jahres ist mit 171,0 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau mit 174,2 Millionen Euro.

Die Assets under Management haben sich in den vergangenen sechs Monaten um 2,3 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro erhöht. Das eingeworbene Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr sogar um rund 30 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro.

Corona ohne negativen Einfluss
Zwar habe die Corona-Pandemie dazu geführt, sagt Patrizia-Vorstand Wolfgang Egger, dass sich Investment- und Transaktionsaktivitäten auf den weltweiten Immobilienmärkten verringert haben. Patrizia habe sich in diesem schwierigen Umfeld aber gut behauptet: "Wir sind zuversichtlich, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen." Gerade bei den Transaktionsgebühren konnte Patrizia inmitten der Coronakrise den Konzernumsatz um zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr steigern.

Finanzvorstand Karim Bohn ist entsprechend zuversichtlich, das prognostizierte Jahresergebnis von 100 bis 140 Millionen Euro erreichen zu können: "Die Fundamentaldaten für unser Geschäftsmodell sind nach wie vor stabil, wie beispielsweise das langfristige Zinsumfeld und die steigenden Mittelzuflüsse in real assets von Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften in den nächsten Jahren", sagt Bohn.

Aktuelles Fondsangebot für Privatanleger
Seit 2016 bietet Patrizia auch geschlossene Immobilienfonds für Privatanleger an. Aktuell ist eine Büroimmobilie in Helsinki im Vertrieb. Sie hat 20 verschiedene Mieter, etwa die Hälfte davon sind staatlich oder haben einen staatlichen Hintergrund. Das 75-Millionen-Euro-Projekt sieht vor, in den kommenden zehn Jahren jeweils 4,5 Prozent nach Steuern auszahlen zu können und anschließend aus dem Erlös des Verkaufs der Immobilie das Anlegerkapital komplett zurückzuführen. Die bisherigen Prognosen konnte Patrizia bei ihren geschlossenen Fonds einhalten oder übertreffen. (tw)