In den laufenden Insolvenzverfahren der P&R-Containervertriebsgesellschaften geht es zügig voran: So hat das Amtsgericht München bereits rund 80.000 Forderungen der Anleger geprüft und festgestellt, wie einer Presseaussendung des Insolvenzverwalters Michael Jaffé zu entnehmen ist. Kontrolliert wurden dabei bisher die Forderungen jener Gläubiger, die rechtzeitig und ordnungsgemäß die Vergleichsvereinbarung unterschrieben hatten. "Das ist jedoch nur eine Momentaufnahme. Es liegen uns weitere Vergleichsvereinbarungen vor, die noch erfasst und geprüft werden müssen", erläutert Jaffé. Bis Ende des Jahres würden voraussichtlich nochmals insgesamt 1.500 Vereinbarungen an Anleger verschickt, die bislang – etwa aufgrund von Erbfällen – noch nicht verschickt werden konnten.

Gläubiger, deren Forderungen bereits festgestellt wurden, sollen das Prüfergebnis per PIN-Nummer schon bald komfortabel über die Internetseite des Insolvenzverwalters abfragen können, was ab Mitte Dezember möglich sein soll. Nur falls eine Forderung ganz oder teilweise bestritten wird, würde der jeweilige Gläubiger per Anschreiben vom Insolvenzgericht informiert, teilt Jaffé mit. Für noch offene Fälle ist ein weiterer Prüftermin auf den 18. Juni 2020 angesetzt worden.

Insolvenzverwalter bestätigt die gesteckten Ziele
Erst wenn angemeldete Forderungen gerichtlich festgestellt sind, können erste Abschlagsverteilungen vorgenommen werden, die Jaffé weiterhin für das kommende Jahr in Aussicht stellt. Auch an dem gesteckten Ziel, durch Verwertung der tatsächlich noch vorhandenen Container bis Ende dieses Jahres zunächst 250 Millionen Euro und in den kommenden Jahren Erlöse von insgesamt über einer Milliarde Euro zu erwirtschaften, hält das Insolvenzverwalter-Team um Jaffé fest. (tw)