Endlich mal gute Nachrichten für Anleger der insolventen P&R-Gruppe: Die Corona-Krise wirkt sich bislang nicht negativ auf die Bewirtschaftung der noch vorhandenen rund 600.000 Container aus, teilt Insolvenzverwalter Michael Jaffé mit. Weder Mietausfälle noch Zahlungsverzögerungen seien zu verzeichnen, eher ist das Gegenteil der Fall: So sei es zu einer erhöhten Nachfrage nach Containern gekommen, weil die chinesische Produktion neuer Frachtboxen wegen des Shutdowns infolge der Covid-19-Ausbreitung teilweise ausgesetzt ist.

Einstweilen wird Jaffé also an seinem Konzept festhalten, den verbliebenen Containerbestand lieber zu bewirtschaften, so lange es geht, anstatt möglichst schnell zu verkaufen. Bis Ende März 2020 wurden aus der planmäßigen Verwertung der vorhandenen Container rund 325 Millionen Euro realisiert. "An unserem Ziel, aus dem Containerportfolio Erlöse von über einer Milliarde Euro für die Gläubiger zu erwirtschaften, hat sich nichts geändert", bekräftigt er.

Wichtiger Termin im Sommer
Zum Stand der Forderungsprüfung teilt Jaffé mit, es gelte nach wie vor, dass nur Forderungen von Anlegern geprüft werden können, die der Vergleichsvereinbarung zugestimmt haben. 80.000 Forderungen konnten inzwischen geprüft und festgestellt werden. Für die noch offenen Fälle vertagte das Amtsgericht München die Prüfungstermine auf den 18. Juni dieses Jahres. Wegen der Fülle der noch zu erwartenden Forderungsanmeldungen sei aber mit einer weiteren Verschiebung in den Herbst zu rechnen, so der Insolvenzverwalter. (tw)