Der Leipziger Immobilienkonzern Publity plant, den Anlegern seiner drei geschlossenen Immobilienfonds ein Tauschangebot zu unterbreiten. Im Gegenzug für die Überlassung ihrer KG-Anteile an den Beteiligungen Publity Perfomance Fonds Nr. 6, 7 und 8 sollen den Anlegern Aktien an der börsennotierten Preos Real Estate übertragen werden. Sie sind im Besitz von Publity, Anlegern soll das Angebot im vierten Quartal 2020 unterbreitet werden.

Basis für die Bewertung der Fondsanteile sollen die jeweils noch offenen prognostizierten Zahlungen der drei Fonds sein. Die Gesamtprognose über alle drei Fonds beläuft sich nach Angaben von Publity auf 160 Millionen Euro, wovon in den bisherigen Bewirtschaftungsjahren und im laufenden schon rund 40 Millionen Euro ausgezahlt worden seien. Die als Gegenleistung für die verbleibenden rund 120 Millionen Euro zu gewährenden Preos-Aktien sollen zum jeweiligen Marktpreis bewertet und voraussichtlich mit einem einjährigen Lock-Up versehen werden, so dass erst nach Ablauf dieses Zeitraums frei über sie verfügt werden kann.

Geplante Laufzeiten der Fonds nicht zu halten
In den Fonds befinden sich 14 in Deutschland gelegene Büroimmobilien mit einem aktuellen Verkehrswert von insgesamt rund 100 Millionen Euro. Mit einem Verkauf der Immobilien die Fondsprognosen zu erzielen sei aber, so die Einschätzung von Publity, erst nach der Eingrenzung der Covid-19-Pandemie möglich, vermutlich im Jahr 2023. Die geplanten Laufzeiten der drei Fonds hätten 2018, 2019 beziehungsweise 2021 geendet.

Publity-Vorstand Thomas Olek: "Wir wollen den Anteilsinhabern der Fonds schon heute ein attraktives Angebot machen. Sie können ihre Beteiligung auf diese Weise in ein liquideres und täglich bewertbares Wertpapier wandeln." Außerdem würde der Streubesitz bei der Publity-Konzerntochter Preos deutlich vergrößert werden, sagt Olek, was die Attraktivität der Aktie weiter erhöhen würde. (tw)