Rüstungsboom beflügelt Immobilienfinanzierungen in Deutschland
Die steigenden Ausgaben für Verteidigung könnten hierzulande schon bald die Nachfrage nach Finanzierungen für Immobilien wie Kasernen oder Produktionsgebäude anziehen lassen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Maklers JLL.
Die höheren Verteidigungsausgaben dürften hierzulande in den kommenden Jahren die Anzahl bestimmter Immobilienfinanzierungen erhöhen, beispielsweise solcher für Kasernen. Das zeigt eine Umfrage des Maklers JLL unter Immobilienfinanzierern, die der Nachrichtenagentur "Bloomberg" exklusiv vorliegt.
So erwarten 82 Prozent der Teilnehmer, dass es wegen steigender Rüstungsausgaben mehr Finanzierungen in der Assetklasse Lager und Logistik geben wird. Zwei Drittel rechnen mit steigenden Finanzierungsanfragen für Wohnimmobilien respektive für als Kasernen genutzte Wohngebäude. Und die Hälfte der Experten erwartet eine Zunahme von Finanzierungen für Produktionsgebäude.
Miese Stimmung
Bei der JLL-Umfrage handelt es sich um eine Sondererhebung im Rahmen des Deutschen Immobilienfinanzierungsindex (Difi), den JLL gemeinsam mit dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) ermittelt. Finanzierungsexperten werden vierteljährlich zur Lage am Kreditmarkt in den vergangenen sechs Monaten und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt.
Dem Difi zufolge hat sich die Stimmung am deutschen Immobilienmarkt im dritten Quartal verschlechtert. Der Index verlor im Vergleich zum Vorquartal 18,1 Punkte und war erstmals in diesem Jahr in den Minusbereich gerutscht. Er notierte allerdings mit minus 7,6 Punkten deutlich oberhalb des Tiefststands von Ende 2022. (Bloomberg/am)














