Schlechte Laune am Markt für Venture Capital: Im zweiten Quartal 2025 verlor der Indikator für das VC-Geschäftsklima 17 Zähler und sank deutlich auf minus 18,8 Punkte. Die Nulllinie kennzeichnet den langjährigen Durchschnitt.

Das von KfW Research, dem Bundesverband Beteiligungskapital und dem Deutsche Börse Venture Network quartalsweise erstellte Barometer spiegelt die Bewertung der aktuellen Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate. "Die weltpolitischen Ereignisse haben eine hohe Unsicherheit mit sich gebracht", sagt Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. "Sie sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Geschäftsklima zum Sommerbeginn deutlich einknickte."

Das Deal-Aufkommen ist besser als die Stimmung
Das machte es Investoren schwerer, neues Kapital einzusammeln. Auch das Exit-Klima ist von Tiefdruckgebieten beherrscht: Im zweiten Quartal 2025 sackte es um 21,7 Zähler ab. Für einen Lichtblick sorgt hingegen die Investorentätigkeit auf dem deutschen VC-Markt: Sie zeigte sich im zweiten Quartal 2025 robust, kommentiert die KfW. Die Zahl größerer Deals blieb stabil, das Deal-Volumen insgesamt legte zu.

"Anders als es die Stimmungsentwicklung suggeriert, entwickelte sich die Investitionstätigkeit tatsächlich positiv. Attraktive Investitionsgelegenheiten scheinen nach wie vor gegeben, werden von vielen Investoren angesichts der hohen Unsicherheit aber als zu teuer wahrgenommen", erklärt Schumacher. "Was wir jetzt benötigen, sowohl national wie international, ist eine verlässliche Wirtschaftspolitik. Sie würde die Lage beruhigen und das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückgewinnen."

Dass das nicht nur Zweckoptimismus ist, zeigen Nachrichten über ein neues Portfoliounternehmen von MIG Capital und gute Exits beim PE-Dachfondsanbieter MPE. Mehr Details zu diesen und weitere Neuigkeiten aus der Welt der Sachwertinvestments finden Sie in kompakter Form in der Fotostrecke oben. (tw)