Die Wirtschaftskammer des Frankfurter Landgerichts hat Hauke B. wegen Untreue und Anstiftung zur Untreue verurteilt, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Das Strafmaß ist mit fünf Jahren nur ein wenig geringer als im Jahr 2016, als B. zu fünf Jahren und drei Monaten verurteilt wurde. Gegen dieses Urteil hatte B. Revision eingelegt, weshalb das Verfahren noch mal aufgegriffen wurde.

B. war Mitangeklagter im Prozess gegen die Gründer des Frankfurter Immobilienunternehmens S&K. Er soll die S&K-Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller zur Untreue angestiftet haben, so die "FAZ", und seinerseits ihm anvertraute Gelder von Privatanlegern über das Schneeballsystem der S&K-Gruppe für sich abgezweigt haben.

Mammutprozess
Insgesamt mussten sich sechs Angeklagte in einem 18 Monate dauernden Prozess wegen Veruntreuung von 90 Millionen Euro Anlegergeldern verantworten, schreibt die "FAZ". B.´s Verfahren wurde wegen seines Gesundheitszustands abgetrennt und 2016 ein erstes Urteil gegen ihn verhängt. Schäfer und Köller wurden im März 2017 zu je achteinhalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt.(tw)