Die Münchner Summiq, Tochtergesellschaft von Green City, plant ihren Börsengang. Noch vor Weihnachten soll die Parkett-Premiere bis zu 100 Millionen Euro erlösen. Damit soll ein eigenes Kraftwerks-Portfolio aus Onshore-Windanlagen und Solarparks erstellt und betrieben werden. Um die größten Risiken auszuschließen sollen nur Anlagen erworben werden, die bereits in Betrieb sind oder deren Entwicklung das Stadium "Ready to Build" haben, das heißt, dass die behördlichen Genehmigungen vorliegen.

So soll innerhalb von fünf Jahren ein Kraftwerks-Park mit zusammen einem Gigawatt Leistung aus erneuerbaren Energiequellen entstehen. Dabei setzt das Unternehmen auf vergleichsweise kleine Kraftwerksgrößen zwischen fünf und 50 Megawatt Leistung, kalkuliert jedoch trotzdem mit Gestehungskosten von fünf Cent je Kilowattstunde. Mit dem IPO-Erlös sollen zunächst Kraftwerke mit einer Leistung von zusammen 190 Megawatt finanziert werden.

Zum Geschäftsmodell gehört auch die Vermarktung des Ökostroms. Da die EEG-Förderung, mit der gewährleistet war, dass produzierter Strom zum Festpreis abgenommen wird, ein Auslaufmodell ist, wird Summiq auf privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge und einen Handel über die Strombörse setzen. Insbesondere sollen neue digitale Techniken genutzt werden, den produzierten und den nachgefragten Strom räumlich und zeitlich besser aufeinander abzustimmen.

Zusammenarbeit mit Green City
Summiq wird auch weiterhin eng mit Green City zusammenarbeiten, auch wenn die derzeitige Alleingesellschafterin nach dem Börsengang voraussichtlich weniger als ein Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft halten wird. Die Notierung ist im Freiverkehr der Börse München, im speziellen Mittelstandsegment m:access geplant. (tw)