Studie erwartet gutes Jahr für europäische Immobilien
Der Immobilienberater Cushman & Wakefield erwartet, dass die Erholung des europäischen Immobilienmarktes durch allmählich sich verbessernde wirtschaftliche Fundamentaldaten unterstützt wird.
Die international tätige Beratungs- und Maklergesellschaft Cushman & Wakefield geht in ihrem "European Outlook 2026" davon aus, dass der europäische Immobilienmarkt nach einem positiven Stimmungswandel zum Jahreswechsel "mit Schwung ins Jahr 2026" startet. "Risiken sind zwar nach wie vor auszumachen, der Höhepunkt der Unsicherheit ist allerdings überwunden und das Vertrauen in den gewerblichen Immobiliensektor wächst. Das Kapital fließt wieder, die Zinssätze sind stabil oder rückläufig, und die Fundamentaldaten für Vermietungen im Allgemeinen stabilisieren oder verbessern sich", berichtet Kevin Thorpe, Chief Economist bei Cushman & Wakefield.
Laut Prognosen von Cushman & Wakefield führen im kommenden Jahr Top-Lagen und hochwertige Immobilien die positive Entwicklung an. Das gilt beispielsweise für den Bürosektor, in dem die Mieternachfrage "auf hohem Niveau bleibt". Das erhöht die Investorennachfrage in den Central Business Districts (CBDs). Hier steigen die Mieten bei Premium-Büroflächen, weil das Angebot knapp ist. Europaweit sind Ende 2025 etwas mehr als zehn Millionen Quadratmeter Bürofläche im Bau. "Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren. Das Angebot dürfte auch künftig knapp bleiben", meinen die Researcher.
Hotels und Wohnungsmarkt profitieren von hoher Nachfrage
Ebenfalls von einer starken Nutzernachfrage gekennzeichnet sind die Wohnungs- und Hotelmärkte. Die Nachfrage nach Wohnraum in europäischen Ballungsgebieten bleibt aufgrund demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen auf hohem Niveau und übersteigt weiterhin das Angebot. In Großbritannien und Deutschland sind laut Cushman & Wakefield die Baugenehmigungen auf Mehrjahrestiefs gefallen, was den Druck auf den Bestand erhöht. Demzufolge dürften die Mieten auch nächstes Jahr steigen.
Der Hotelsektor profitiert vom Tourismus, der 2026 weiter wachsen soll. Prognosen gehen von einem Anstieg der Hotelübernachtungen um 5,6 Prozent aus, getragen vor allem von internationalen Gästen. Ein besonders starkes Wachstum wird in Warschau, Athen und Stockholm erwartet. Cushman & Wakefield erwartet, dass die Investoren in diesem Jahr rund 25 Milliarden Euro und damit um 15 Prozent mehr als 2024 in Hotels investieren. 2026 könnte das Transaktionsvolumen auf etwa 27 Milliarden Euro steigen. (ae)














