Investments in Büro- und Geschäftshäuser sind seit Ausbruch der Coronakrise rückläufig, wie das Schweizer Beratungs- und Forschungsunternehmen Fahrländer mit Bezug auf Daten des Instituts für Wirtschaft (IW) in Köln ermittelt hat. Deshalb, so die Prognose für das noch laufende Jahr, werden Kaufpreise und Mieten auch in den Toplagen stark nachgeben. Für Berlin wird allein mit einem Rückgang der Mieten um 20 und der Kaufpreise um 35 Prozent gerechnet.

Anders im Segment Wohnen. Als Indikator dient dem Forschungsteam um Stefan Fahrländer hier die Vergabe von entsprechenden Krediten. Das ausgereichte Volumen verzeichnet mit 6,7 Prozent zwar nicht mehr so große Zuwächse wie 2019, nimmt aber dennoch nach wie vor zu.


 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Rückgang im Bürosegment wird derzeit häufig die zunehmende Akzeptanz des Home Office angeführt. Stefan Fahrländer relativiert das jedoch: "Bürofläche ist nicht nur eine Kostenposition für den Unternehmer, sondern ein Ort des Kundenkontakts, Ort der Leistungserbringung, für die Mitarbeiter auch strukturierendes Element des Tagesablaufs, Ort sozialen Austausches, der Kommunikation und der gelebten Firmenkultur." Nicht zuletzt würde sich über die Bereitstellung eines attraktiven Arbeitsplatzes auch die Identifikation mit und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber einstellen. (tw)