Als am Donnerstag (5.12.) die Zeichnungsfrist für den geplanten Börsengang von Summiq endete, ergab ein Blick ins Orderbuch, dass die angestrebten Erlöse von bis zu 100 Millionen Euro nicht zusammengekommen sind. Das Management der Summiq hat daraufhin entscheieden, den Börsengang abzusagen. Mit dem Erlös aus dem Gang aufs Parkett hätten zwölf Projekte erneuerbarer Energien erworben werden sollen. Jetzt wird nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Eine Option dabei ist, es einfach zu einem späteren Zeitpunkt noch mal zu versuchen.

Eine Einschätzung der Hintergründe für den misslungenen Börsengang hat Summiq nicht parat. Die Muttergesellschaft Green City drückt lediglich ihr Bedauern aus, um sogleich zu betonen, dass sie ihre Wachstumsstrategie trotzdem konsequent weiter verfolge und am Ziel, in den nächsten Jahren Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke mit einem Gigawatt Leistung zu realisieren, festhält. "Eine Kooperation bereits ab 2019 wäre natürlich für beide Seiten von Vorteil gewesen und hätte uns eine stabile Finanzierung des Portfolios gesichert. Aber wir unterscheiden uns im Geschäftsmodell grundlegend. Green City entwickelt Projekte, unter anderem zur Produktion von Erneuerbarer Energie, und die Summiq verfolgt als Stromproduzent ein anderes Ziel", sagt Jens Mühlhaus, Vorstand von Green City.

Ein Kommunikationsproblem?
Mühlhaus‘ These, die Erzeugung von Strom aus neu errichteten Wind- und Sonnenkraftwerken sei günstiger als mit jeder anderen Technologie, ist eigentlich steil genug für eine spektakuläre Börsenstory. Man hätte sie vielleicht mit mehr Überzeugungsmaterial unterfüttern müssen. Denn Geld, das investiert werden will, ist genügend da. Und die Überzeugung, dass die Stromzukunft in den Erneuerbaren liegt, findet auch mehr und mehr Anhänger. Vielleicht war’s ja nur ein Kommunikationsproblem. (tw)