Die Besitzer von Hotels und deren Betreiber leiden unter den verordneten Corona-Maßnahmen. Abgesagte Großveranstaltungen, die flächendeckende Schließung von Betrieben und das allgemeine Kontaktverbot lassen den Umsatz in der Hotellerie gegen Null gehen. Ende März befragte das Makler- und Immobilien-Beratungsunternehmen Engel und Völkers Hoteleigentümer und -entwickler zum Einfluss der Coronakrise auf die Hotelwirtschaft und zu bisher getroffenen Gegenmaßnahmen.

Hoteleigentümer werden stärker in die Unternehmerpflicht genommen
Rund 60 Prozent der Befragten stunden ihren Mietern laufende Mietzahlungen. Etwa ein Drittel plant, zeitweilig ihre Mietverträge so anzupassen, dass die Hoteleigentümer an Umsatz oder Gewinn beteiligt und Pachterhöhungen ausgesetzt werden. Zwar zieht ein Drittel der Hoteleigentümer in Betracht, ihre Hotels zu verkaufen, aber mehr als die Hälfte hält an ihrer bisherigen Strategie fest. Eine Mehrheit der Befragten geht sogar davon aus, dass es zu keinen allzu starken Preiskorrekturen kommen wird.

"Hoteleigentümer mussten sehr kurzfristig auf die Situation der Betreibergesellschaften reagieren", sagt Andreas Ewald, Managing Partner von Engel & Völkers Hotel Consulting. Als praxisnahe Lösung hätten sich zunächst Mietstundungen etabliert. Hierfür, aber auch für weitere Maßnahmen wie zum Beispiel Umsatz- oder Gewinnbeteiligungsklauseln, seien aber ein kontinuierlicher Austausch und die Definition gemeinsamer Ziele von Eigentümern und Betreibern unerlässlich. "Diese Lösungen bedürfen jedoch neben einem Open-Book-Ansatz, auch profundes Betriebsverständnis auf Eigentümerseite." (tw)