Die Erwartungen für die Entwicklung der Wohnimmobilienpreise in Deutschland haben sich deutlich verschlechtert. Das geht aus der aktuellen Frühjahrsumfrage des Immobilienberaters FPRE hervor. Sowohl bei Einfamilienhäusern als auch bei Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern erwarten die Befragten häufiger sinkende als steigende Preise in den kommenden zwölf Monaten.

Der Preiserwartungsindex für Einfamilienhäuser fiel gegenüber der Herbstumfrage 2025 von 34,8 auf minus 20,0 Punkte, bei Eigentumswohnungen sank der Wert von 41,2 auf minus 11,9 Punkte; rund 43 Prozent der Teilnehmer rechnen hier nun mit stabilen Preisen, 21 Prozent mit steigenden und 36 Prozent mit sinkenden Preisen. Bei Mehrfamilienhäusern fiel der Preiserwartungsindex von 28,8 Punkten im Herbst auf minus 27,3 Punkte.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Erwartungen am Wohninvestmentmarkt nach einer Phase mit zunehmendem Optimismus eingetrübt haben. Die Unsicherheit über die weitere Marktentwicklung bleibt hoch.

Quelle: FPRE 

Mietmarkt bleibt robust
Deutlich stabiler zeigt sich dagegen der Mietmarkt. Zwar ging der Preiserwartungsindex für Wohnungsmieten von 93,7 auf 69,1 Punkte zurück. Dennoch signalisiert der Wert die Erwartung weiterhin steigender Mieten.

Die Umfrage zeichnet damit ein differenziertes Bild des deutschen Wohnimmobilienmarktes: Während die Erwartungen für Kaufpreise deutlich nachgeben, rechnen die Befragten weiterhin mit steigenden Mieteinnahmen. Für Investoren könnte dies die Bedeutung laufender Erträge gegenüber kurzfristigen Wertsteigerungen weiter erhöhen. (dv)