Rund 4.400 Gesellschafter des Fundus-Fonds 31, dem das Hotel Adlon am Brandenburger Tor in Berlin gehört, waren in den vergangenen Wochen aufgefordert, über den Verkauf des Fondsobjekts zu befinden. Zwar stimmten einer Unternehmensmitteilung zufolge 86 Prozent der Anleger für einen Verkauf. Dennoch kam die erforderliche Dreiviertelmehrheit nicht zustande.

Fundus begründet das mit der Anlegerstruktur. 99 Prozent der Anleger seien Kleinanleger, aber Zweitmarktinvestoren hätten im Laufe der vergangenen Jahre Anteile im Umfang von nominal rund 35 Millionen Euro erworben, sodass deren Stimme stärker ins Gewicht fällt und in der gewichteten Stimmenauszählung eben nur rund 71 Prozent für den Verkauf waren.

Die Konditionen des Verkaufs erregten den Unmut von Zweitmarktinvestoren
Kurz nachdem die Konditionen des Verkaufs bekannt wurden, denen die Gesellschafter zustimmen sollten, meldeten sich kritische Stimmen, die den angesetzten Mindestverkaufspreis in Höhe von 280 Millionen Euro für viel zu gering und einen Kaufpreis zwischen 350 Millionen und 400 Millionen Euro für realistisch erachten.

Außerdem ergaben Berechnungen eines der Zweitmarktinvestoren, dass sich die Gebühren, die im Zusammenhang mit dem Verkauf fällig gewesen wären, auf 21,4 Millionen Euro belaufen würden, die wiederum zu rund 80 Prozent an Personen und Firmen im Umfeld des Adlon-Initiators Anno August Jagdfeld gehen würden. Jagdfeld erklärt, "so rasch wie möglich eine neue Abstimmung über den Verkauf" anzustreben. (tw)