Seit 2016 pflegt die Bundesbank eine Datenbank zur Statistik des Markts der geschlossenen Fonds. Gemäß einer aktuellen Auswertung, die die Kapitalverwaltungsgesellschaft Intreal vorgenommen hat, sind in geschlossenen Immobilienfonds derzeit knapp 27 Milliarden Euro Nettofondsvermögen gebunden.

Nach Jahren, in denen die Finanzmarktkrise und die Verabschiedung des Kapitalanlagegesetzbuches für einen erheblichen Rückgang des Umsatzes mit geschlossenen Immobilienfonds sorgten, wächst der Markt wieder zusehends. Er legte 2019 um rund 13 Prozent zu, wie die Bundesbankstatistik zeigt. Während das Nettofondsvermögen aller Fonds zum Jahresende 2018 noch bei 23,4 Milliarden Euro lag, kletterte es bis Ende 2019 auf rund 26,8 Milliarden Euro. Über zwei Jahre betrachtet wuchs der Markt sogar um 21 Prozent.

Marktwachstum wird sich fortsetzen
"Die geschlossenen Vehikel haben so scheinbar 'im neuen Kleid' ihre Zielkunden und Investmentschwerpunkte wiedergefunden", kommentiert Michael Schneider, Geschäftsführer der Intreal die Statistik. Er ist zuversichtlich, dass sich diese Tendenz fortsetzen wird. Sein Haus administriert geschlossene Immobilienfonds mit einem Nettovermögen von 5,1 Milliarden Euro, davon entfallen jedoch fünf Milliarden auf Spezial-AIF für institutionelle Anlegerkundschaft. Lediglich ein geschlossener Publikumsfonds mit einem Nettovermögen von 92 Millionen Euro wird von der Intreal verwaltet. Dass Fonds institutioneller Anleger bei Intreal derart überwiegen, ist jedoch nicht repräsentativ.

Zum Jahresende 2019 führt die Statistik der Bundesbank 1.446 geschlossene Immobilienfonds. Sie differenziert nicht zwischen Fonds für private und für institutionelle Anleger. Erhebungen von FONDS professionell zufolge teilt sich derzeit das Volumen von rund zwei Milliarden Euro, das geschlossenen Immobilienfonds jährlich zufließt, etwa hälftig zwischen Fonds für private und institutionelle Anleger auf. (tw)