Das Landesgericht Wiener Neustadt hat über den Nachlass des verstorbenen CPI-Gründers und Geschäftsführers, Ernst Ludwig Kreihsler, ein Konkursverfahren eröffnet. Dies teilt der österreichische Gläubigerschutzverein AKV mit. Den Angaben zufolge sind momentan Verbindlichkeiten in Höhe von rund 27,3 Millionen Euro bekannt. Die Schulden setzen sich aus Eigenverbindlichkeiten des Verstorbenen sowie aus Haftungen, Garantien und Bürgschaften für die CPI-Gruppe zusammen, heißt es. Von dieser Insolvenz sind derzeit 23 Gläubiger betroffen.

Kreihsler war am 5. April überraschend verstorben. Nach seinem Tod wurden Unregelmäßigkeiten in dem komplexen Immobilienfirmenkonstrukt offenbar. Ein Notgeschäftsführer entdeckte nicht werthaltige Positionen beziehungsweise unrechtmäßige Transaktionen. Einige der über 160 Gesellschaften sind mittlerweile insolvent. Die Firmengruppe hatte auch bei deutschen Anlegern Geld eingesammelt.

Liegenschaften und Beteiligungen
Im Vordergrund des nun eingeleiteten Verfahrens steht die Verwertung des überschuldeten Nachlasses, heißt es. Den Schulden stehen laut AKV Liegenschaften und Beteiligungen gegenüber. Masseverwalterin ist die Rechtsanwältin Claudia Weinwurm, als Verlassenschaftskurator agiert Michael Lentsch. (eml)