Im Jahr 2019 wechselten in Deutschland Wohnimmobilien für knapp 20 Milliarden Euro den Besitzer. In den Top-Städten, aber auch in 50 weiteren Städten ohne Metropolcharakter klaffen weiterhin Angebot und Nachfrage nach Wohnraum weit auseinander. Rein rechnerisch könne bundesweit zwar der Wohnraumbedarf gedeckt werden. Aber die Bevölkerung wächst und strebt verstärkt in die großen und größeren Städte. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie des Immobilienfonds-Anbieters ZBI zusammen mit dem Research- und Beratungsunternehmen NAI Apollo.

Investmentchancen auch jenseits der Metropolen
Inzwischen sei zwar eine erhöhte Bauaktivität zu verzeichnen, die kann jedoch den Nachfrageüberhang nicht abbauen. Das gilt nicht nur für die Top-7-Städte, sondern auch für die Mehrzahl der B-, C- und sogar D-Standorte. Das belege zum einen das ungebrochene Interesse am deutschen Wohnungsmarkt generell, zum anderen würden sich dadurch aber auch "mehr und mehr Städte ohne Metropolcharakter mit entsprechenden Entwicklungspotenzialen auf Objekt- oder Standortebene als alternative Investitionsstandorte empfehlen", erläutert Stefan Mergen, Geschäftsführender Gesellschafter der NAI Apollo Valuation & Research.

Als die begehrtesten Wohnungsmärkte gelten Städte ab 600.000 Einwohner. Dort steigen die Mieten für Wohnungen sowie die Preise für Eigentumswohnungen jedes Jahr kontinuierlich an: Mieten um 4,5 und Kaufpreise um 6,8 Prozent. Die Wachstumsraten, so die Studie, sind aber mit der Entwicklung in den nachgeordneten Standorten vergleichbar. (tw)