Der in Deutschland tätige Direktversicherer Allianz Direct wird seine Kfz-Policen künftig auch in den Niederlanden, Spanien und Italien anbieten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Damit setzt der größte deutsche Versicherer seine Digitaloffensive fort, die er Ende 2019 mit dem Deutschlandstart des Direktversicherers begonnen hatte, die aber unter anderem durch die Covid-19-Pandemie ins Stocken geraten war. 

Mit Allianz Direct bündelt Europas Branchenprimus seine Kfz-Produkte, die er in allen vier Ländern bereits über verschiedene Online-Dienste angeboten hatte, unter einem Dach und auf einer gemeinsamen Plattform. Ziel ist es, mit der einheitlichen Software die Kosten zu drücken: "Dies wird dazu beitragen, die Technologiekosten im Vergleich zu unseren heutigen Ausgaben um 70 Prozent zu senken", rechnete Bart Schlatmann, Vorstandschef des Direktversicherers, vor. Außerdem möchte der Versicherer mit dem Online-Angebot Internet-Vergleichsportalen wie Check24 sowie den Direkt-Töchtern anderer Versicherer Paroli bieten.

Neu im Angebot: Hausrat- und Privathaftpflichtpolicen
Die Allianz-Direkt-Tochter, die aus der aus der ehemaligen "Schwester" Allsecur hervorging, kam der SZ zufolge in Deutschland im Vorjahr nach einem sehr holprigen Start auf einen Umsatz von bescheidenen 264 Millionen Euro. Das deute auf 600.000 bis 700.000 versicherte Fahrzeuge hin. Kürzlich erfolgte hierzulande aber der Verkauf von Hausrat- und Privathaftpflichtpolicen, die anderen Länder sollen folgen. (jb)