Für Unternehmer und Freiberufler ist eine Insolvenz eine reale Gefahr. Damit in diesem Fall nicht auch noch das Privatvermögen gepfändet wird, empfiehlt Stefan Brähler, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Confidema, einen einfachen und wirkungsvollen Schutz: die unwiderrufliche Bezugsberechtigung. Dabei wird Vermögen, zum Beispiel in Form von Wertpapierdepots, in eine Versicherungsstruktur eingebracht.

"Der Unternehmer oder Freiberufler kann immer noch sein Kapital so anlegen wie er möchte und dafür auch die Beratung durch einen erfahrenen Vermögensverwalter nutzen", erklärt Brähler. Mit der "unwiderruflichen Bezugsberechtigung" räumt er aber beispielsweise Ehefrau und Kindern einen bindenden Anspruch auf das eingebrachte Vermögen gegen die Versicherungsgesellschaft ein. Dritte haben so im Insolvenzfall auf das eingebrachte Kapital keinen Zugriff, weil das Geld dem Vermögen des oder der Begünstigten zuzurechnen ist.

Umsetzung ist kostenneutral
Die Überführung des Vermögens in eine Versicherungsstruktur hat noch einen weiteren Vorteil: Anfallende Erträge sind während der Laufzeit einkommens- beziehungsweise abgeltungsteuerfrei. Beim bloßen Einsetzen eines Bezugsberechtigungen fällt zudem keine Erbschaft- oder Schenkungsteuer an. "Durch diese Steuereffekte kann so eine Versicherungskonstruktion unter dem Strich in der Regel kostenneutral umgesetzt werden", sagt Brähler. (fp)