Der Maklerpool Wifo hat sich der Initiative des Mitbewerbers Maxpool und des Verbundpartners Blau Direkt zur Stundung von Courtagen angeschlossen. Wegen der Corona-Krise laufen viele Makler Gefahr, dass Versicherer Provisionen zurückfordern, weil Versicherungskunden Beiträge schuldig bleiben, reduzieren oder Verträge kündigen. Makler, die viele betroffenen Lebens- und Krankenpolicen im Bestand haben, können in finanzielle Schieflage geraten. Mit einer Stundung wird ihre Liquidität geschützt.

"Uns erwartet möglicherweise ein schwerer Schlag für die Maklerschaft. Dieser Herausforderung wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern begegnen", sagt Sven Burkart, Geschäftsführer von Wifo, das auch eine Courtageausfallversicherung über die MKM Group anbietet. Und ergänzt: "Wir lassen unsere Partner nicht im Regen stehen. Makler nutzen oft mehr als einen Pool. Wenn sich genügend Pools zur Hilfe für Ihre Makler entschließen, entlastet dies die betroffenen Makler erheblich. Die Wirkung unserer Unterstützung potenziert sich dadurch."

Keine Kompensation von Umsatzrückgängen
Den Anfang bei dieser Initiative hatte Ende April die in Hamburg ansässige Maxpool gemacht. Schon damals betonte Oliver Drewes, Vorstandschef der Phönix-Maxpool-Gruppe, dass man mit dem Angebot ausdrücklich nicht Umsatzrückgänge der Maklerbetriebe kompensieren wolle. "Wir decken gezielt das separat drohende Risiko ab, falls bereits vermitteltes Geschäft von Kunden nicht mehr voll oder gar nicht mehr mit Beiträgen bedient wird und Versicherer deswegen Courtagen zurückfordern", so Drewes. 

Die Stundungsprogramme der Pools sollen vor allem aktiven Poolpartnern zur Verfügung stehen. Außerdem wolle man vor allem Makler schützen, die Qualitätsarbeit leisten. Ferner müssen die zu stundenden Salden im Verhältnis zum jeweiligen Bestand des Maklers stehen. Blau Direkt betont daher, dass immer eine Einzelprüfung stattfindet. (jb)