Die Axa Deutschland baut zum Jahreswechsel ihren Vorstand um und legt einige Ressorts und Geschäftsbereiche zusammen. "Durch die Bündelung weiterer Vorstandsressorts werden Strukturen fokussierter ausgerichtet und das Unternehmen gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt", schreibt der Versicherer in einer Pressemitteilug.

Die Restrukturierung beginnt mit der Zusammenfassung des Firmen-, Privatkunden- und Industriekundengeschäfts im Ressort "Sachversicherung". Dieses umfasst künftig neben den Sachprodukten auch die Unfall-, Haftpflicht- und Kfz-Versicherungen. Bereichschef wird Nils Reich, bisher als Generalbevollmächtigter verantwortlich für das Firmen- und Privatkundengeschäft. Der bisherige Industriegeschäft-Vorstand Thierry Daucourt wiederum soll sich auf seine Rolle als Vorstandschef der Axa Corporate Solutions Deutschland konzentrieren.

Lebensvorstand verlässt den Konzern
Das Vertriebsressort geht an Kai Kuklinski, der seit 2014 Chef der Axa Art Versicherung ist und über langjährige Vertriebserfahrung verfügt. Er folgt auf Thilo Schumacher, der bisher die Verantwortung sowohl für die Krankenversicherung als auch den Vertrieb innehatte. Schumacher werde im Tausch künftig die Verantwortung für das neue Ressort "Personenversicherung" übernehmen. In diesem werden Lebens- und Krankenversicherungen zusammengeschlossen. Der bislang für die Lebensprodukte verantwortliche Vorstand Patrick Dahmen verlässt die Axa auf eigenen Wunsch zum Jahresende, so der Versicherer. 

 "Axa Deutschland will die Versicherung der Zukunft gestalten. Grundlage dafür sind Vorstandsressorts, die bestmöglich auf die Vertriebs- und Kundenbedürfnisse von morgen zugeschnitten sind", kommentiert Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Axa Deutschland. "Mit Nils Reich, Thilo Schumacher und Kai Kuklinski haben wir drei starke Köpfe aus den eigenen Reihen, die unseren Wachstumskurs weiter vorantreiben werden. Bei Patrick Dahmen und Thierry Daucourt möchte ich mich herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit, ihr großes persönliches Engagement sowie für ihren großen Beitrag zur Entwicklung von Axa Deutschland in den vergangenen Jahren bedanken. Den Weggang von Patrick Dahmen bedauern wir sehr, haben aber Verständnis für seinen Wunsch, sich nach vielen Jahren bei Axa nochmals zu verändern." (jb)