In Sachen Altersvorsorge ist es bei der Vielzahl der Angebote für Bürger schwierig, den Überblick zu behalten. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) fordert deshalb nun eine Konsolidierung der verschiedenen Renten-Lösungen. Der von den Grünen geplante Bürgerfonds sei aber dabei nicht der richtige Weg. Das schlussfolgert das Unternehmen aus einer Studie in Kooperation mit dem Fintech myPension und dem Forschungsunternehmen V.E.R.S. Leipzig. Die Studie vergleicht die Nettorenten verschiedener Formen geförderter Altersvorsorge.

Ein Blick auf das aktuelle deutsche Altersvorsorgesystem offenbart darin zunächst einmal seine Komplexität: In der Ansparphase gibt es etwa vier unterschiedliche Varianten der Förderung und steuerlichen Absetzbarkeit, je nachdem, ob es sich um eine Basisrente, eine Riester-Rente, eine betriebliche Lösung oder um eine private Rentenversicherung handelt. In der Auszahlphase bleibt es in Sachen Besteuerung und Sozialabgaben je nach Rentensystem ebenso variabel, sodass es für Sparer schwer nachvollziehbar ist, mit welchen Nettorenten sie rechnen können.

Bürgerfonds verkompliziert System
Daher sieht das DIA dringenden Handlungsbedarf. "Die politische Diskussion darf sich also nicht nur auf eine Reform der gesetzlichen Rente beschränken. Auch bei der staatlich geförderten ergänzenden Altersvorsorge gibt es dringenden Verbesserungsbedarf", erklärte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern und wirft dem Gesetzgeber vor, diesen Aspekt in der zurückliegenden Legislaturperiode ignoriert zu haben. "Kommt nun noch eine weitere Form geförderter Altersvorsorge hinzu, wird der Rentendschungel noch undurchdringlicher", fügt er hinzu. Stattdessen sei Vereinfachung und Vereinheitlichung der richtige Weg. (fp)