Das Image von Versicherungsvermittlern ist bekanntlich schlecht. Dem stehen aber Statistiken  der Verbraucherschlichtungsstelle für Versicherungen ("Versicherungsombudsmann") gegenüber. Die zeigen ganz klar, dass die Beschwerden über die Vermittler seit Jahren rückläufig sind und vergangenes Jahr erneut einen Tiefpunkt erreicht haben – im positiven Sinn.

Den Angaben des Schlichtungsstelle zufolge wurden 261 Klagen eingereicht, ein Rückgang um 7,8 Prozent oder 22 Eingaben gegenüber 2018. 258 Beschwerden beendete der Ombudsmann im Berichtsjahr. Auch wichtig: Die Hälfte der Klagen, genau 131, war unzulässig. Der häufigste Grund, weshalb ein Verfahren nicht durchgeführt werden konnte, war mit 53 Prozent ein fehlender Zusammenhang mit einer Vertragsvermittlung.

Auch weniger Beschwerden über Versicherer
Die meisten Verbraucherklagen betrafen Lebensversicherungen: 55,2 Prozent entfielen auf diesen Bereich, wie auch in den vergangenen Jahren. An zweiter Stelle kamen 2019 Beschwerden im Zusammenhang mit Berufsunfähigkeitsversicherungen (11,2%) vor Kfz-Kasko (8,6%). (jb)

Schaut man auf die Beschwerden, die beim Ombudsmann über Versicherungsgesellschaften ankamen, so gab es auch hier einen Rückgang um 7,1 Prozent auf 16.928. Anders als bei den Vermittler betrafen die meisten Beschwerden Rechtsschutzpolicen (24,8%), erst dann kamen Lebensprodukten (23,5%) vor Gebäudeversicherungen (9,3%) und Kfz-Kasko-Versicherungen (8,7%). (jb)