BU-Policen: Angebote verstärkt an junge Leute gerichtet
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist unverändert ein Spitzenprodukt, zeigt das BU-Rating des Analysehauses Morgen & Morgen. Hauptzielgruppe bleiben junge Kunden und auch Berufe mit wenig Körpereinsatz, obwohl der Blick auf die BU-Hauptursache Psyche anderes vermuten ließe.
Im Jahr 2024 haben BU-Versicherer über alle Krankheiten hinweg in 78 Prozent der Fälle zugunsten der Versicherten auf eine BU-Leistung entschieden, ergab eine BU-Leistungspraxis-Studie des Analysehauses Franke und Bornberg (FuB) für 2024. Dabei wurden auch die wichtigsten BU-Ursachen genannt: Mit großem Abstand waren es psychische Erkrankungen, gefolgt von Krebs.
Ähnliche Ergebnisse ergab auch das soeben vorgelegte BU-Rating des Analysehauses Morgen & Morgen (externer Link), wo psychische Erkrankungen 32,34 Prozent aller Fälle ausmachten (Vorjahr: 35,75 Prozent) und damit wieder als häufigste BU-Ursache gelten. Und obwohl Akademiker und Büroberufe insgesamt in den am wenigsten riskanten Berufsgruppen eingestuft sind und damit die relativ geringsten BU-Beiträge zahlen, sind Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates mit 17,61 Prozent der Fälle noch immer zweithäufigste Ursache für Berufsunfähigkeit (Vorjahr: 17,85 Prozent), dicht gefolgt von Krebserkrankungen in 16,3 Prozent der Fälle (Vorjahr: 16,96 Prozent).
BU-Rating von M&M mit vier Teilratings
"Für Vermittler und Verbraucher ist weniger die Frage entscheidend, ob ein BU-Tarif viele Leistungen bietet – sondern ob Bedingungen, Anbieterkompetenz, Beitragsstabilität und Antragsfragen im Zusammenspiel überzeugen", urteilt Iris Portugall. "Neben öffentlich verfügbaren Informationen fließen daher ins Rating auch umfangreiche interne Daten der Gesellschaften ein, darunter Erfahrungen in der Bestandsführung, der Umgang mit Leistungsfällen, die Antragsprüfung, gerichtlich geführte Prozesse und die Einschätzung der zukünftigen Beitragsstabilität", so die Spezialistin für Ratings und Aktuarin bei Morgen & Morgen (M&M) weiter.
Insgesamt hat M&M 636 Tarife und Tarifkombinationen (Vorjahr: 639) von 59 Versicherern untersucht. Erneut erhielten 537 Tarife die Höchstbewertung von fünf Sternen. Beim BU-Rating 2026 von Franke und Bornberg sank die Zahl der Spitzentarife dagegen deutlich, weil die Kriterien verschärft wurden. Das BU-Rating von M&M besteht aus vier Teilratings mit unterschiedlicher Gewichtung: Bedingungen (40 Prozent), Kompetenz (30 Prozent), Beitragsstabilität (20 Prozent) und Antragsfragen (10 Prozent). Die Ratingdokumentation zum BU-Rating von M&M gibt es hier (externer Link). (dpo)
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